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Die Kathedrale von Chutreau ...
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... ist ein Modell der Phantasie. Doch sie erinnert uns sehr an große französische Kathedralen, wie die in Chartres, Amiens, Rouen oder an Notre Dame de Paris, aber auch an den Kölner Dom. David Macaulay ist ein Meister der filigranen Detailzeichnung. Komplett in Schwarz-Weiß vermittelt uns das Buch einen anschaulichen Eindruck vom Fundament bis zu den letzten Skulpturen.
13. Jahrhundert - Chutreau ist ein fiktiver Ort in Frankreich. Die alte, romanische Kirche soll abgebrochen werden und einem größeren Bauwerk weichen, weil der Ort von Pest und Kriegen verschont wurde. Zunächst werden alle Bauleute vorgestellt (ebenfalls gezeichnet), die mithelfen; dann folgen Materialbeschaffung, Werkzeuge, Grundriss und ein Wandaufriss.
Beispielhaft wird der Bau einer gotischen Kathedrale dargestellt: mit Grundsteinlegung, Hochziehen der Wände, Pfeilern und Säulen, Bau der Strebebogen (mit Behelfsrahmen aus Holz) von Apsis und Chor. Danach die Dacharbeiten, das sich aus einer Reihe dreiseitiger Rahmen zusammenfügt. Furchterregende Fabelwesen sind die Wasserspeier, die das gesammte Regenwasser zur Erde schicken. Weitere Arbeiten folgen: Konstruktion des Deckengewölbes, Glasarbeiten, Verkleidungen, Türme und Türen.
Über einhundert Jahre dauerte meist die Fertigstellung eines solchen Bauwerkes und viele fleißige Hände mussten daran mitwirken, dass es entstand. Es ist ein wenig schade, dass dieses Buch ausschließlich Schwarz-Weiß-Zeichnungen enthält, denn farblich wären die beieindruckenden Zeichnungen womöglich noch interessanter.
Für alle Bauinteressierten, zum Vorlesen und Anschauen sehr geeignet.
Eine Rezension von Daggi >
vom 27. August 2008 |