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enthält außerdem den Goldenen Schnitt (Phi Φ = 1,618): 6,626 = 6 + (1: Φ).
Überflüssig zu betonen, das viele Elemente der Kathedrale, z.B. Längs- und
Querschiff, nach dem Goldenen Schnitt gegliedert sind.
Ein Kalender ist im Labyrinth versteckt, denn es besteht aus 365 weißen und 273
schwarzen Steinen und enthält damit den Sonnenkalender mit 365 Tagen und den
Mondkalender mit 273 Tagen. Übrigens besteht ein fast reziprokes Zahlenverhältnis
zwischen diesen beiden Kalendern: 1 : 365 = 0,00273, und 1 : 273 = 0,003663.
In verschiedenen Kulturen spielt der Mondkalender eine besondere Rolle; im
Abendland ist diese Bedeutung jedoch in den letzten Jahrhunderten verloren
gegangen, weil man sich mehr und mehr einseitig am Sonnenkalender, dem
männlichen Kalender, orientiert und den Mondkalender als den weiblichen
vernachlässigt. Der Mond hat einen Einfluss auf bestimmte Wachstumszyklen in der
Natur und auch auf die weibliche Menstruation. Eine Schwangerschaft dauert genau
10 Mondmonate oder 273 Tage.
Um das Labyrinth herum befindet sich eine Zackenbordüre, die keineswegs nur
dekorativen Charakter hat, wie viele annehmen. In Abbildungen des Labyrinths auf
Postkarten und in Büchern wird häufig die Anzahl der Zacken falsch und völlig
willkürlich angegeben. Es müssen jedoch genau 112 schwarze Zacken sein,
zwischen denen sich 111 weiße Einbuchtungen befinden. Am Eingang des
Labyrinths am unteren Ende wurde eine schwarze Zacke ausgespart, so dass es
genau genommen 113 schwarze Zacken und 112 Einbuchtungen sind.
Die Zahlen 111, 112 und 113 haben eine besondere Bedeutung. Einerseits kommen
in ihnen wieder die Oktave (1 : 2) und die Quinte (2 : 3) vor. Andererseits war im
Mittelalter 11 die Zahl der Sünde, wovon noch heute der Beginn der Karnevalssaison
am 11.11. und der wortgeschichtliche Hintergrund des Kölner Karnevalsgrußes
Alaaf (= Elf) zeugen; im Karneval ist bekanntlich das Sündigen erlaubt und soll die
anschließende Fastenzeit erleichtern.
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