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Die 12 steht für die Wiederherstellung der Vollkommenheit, auch für die Vollendung
eines Zyklus. Mit 13 beginnt der neue Zyklus, so dass diese Zahl gewissermaßen die
Überhöhung der 12 ist. Das ist natürlich auch eine Anspielung auf Jesus und die 12
Jünger sowie auf König Artus und die Gralsrunde der 12 Ritter.
Außerdem haben die Zahlen 12 und 13 natürlich auch mit der Zeitrechnung zu tun:
Das Sonnenjahr hat 12 Monate und das Mondjahr 13 Monate à 27,3 Tage. 27,3:13 =
354,9 Tage. Teilt man diese Zahl durch die Anzahl der schwarzen Zacken, so tritt
Erstaunliches zutage: 355 : 113 = 3,14159 = π (Pi). Wir sehen hier, wie in den
äußeren Zacken des Labyrinths auf ungewöhnliche Weise die transzendente
Kreiszahl Pi verschlüsselt ist.
Jeder Quadrant des Labyrinths hat 28 Zacken und verweist damit ebenfalls wieder
auf den Mondkalender (27,3 ist aufgerundet 28); das ganze Labyrinth steht für ein
lunares Vierteljahr. 28 ist ebenfalls die Anzahl der 180-Grad-Winkel, die sich im
Inneren des Labyrinths befinden. Insgesamt gibt es 6 Winkel à 90 Grad (6 x 90 =
540) und 28 Winkel à 180 Grad (28 x 180 = 5040). Somit kommt man auf 5580 Grad
oder 15,5 ganze Kreise. Doch ist es ein Irrtum zu glauben, man vollzöge beim
Abschreiten des Labyrinths von außen nach innen 15,5 Kreise. Würde man alle
Linksdrehungen mit einem Minus- und alle Rechtsdrehungen mit einem Pluszeichen
versehen, so zeigte sich, dass man in Wahrheit nur 360 Grad, also genau einen
einzigen Kreis, gegangen ist.
14. Die geometrische Rekonstruktion der Kathedrale
Ausgehend von dem als Heiligen Zentrum identifizierten Punkt lässt sich
rekonstruieren, wie der Baumeister der gotischen Kathedrale vorgegangen sein
muss, als er 1194 das neue Kirchenschiff auf der abgebrannten Ruine der kleineren
romanischen Vorgängerkirche errichtete: Die Gesamtgröße des Kirchenschiffs war
teilweise durch den Chartreser Hügel vorgegeben. So hätte z.B. der östliche Teil der
Kirche, der halbrunde Chor (auf den Grundriss-Abbildungen oben eingezeichnet),
nicht wesentlich länger sein können, ohne gefährlich nahe an die Grenze des steil
abfallenden Granithügels heranzureichen. Andererseits war die Ausdehnung des
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