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Weise wurde Chartres zum ersten Mal mit dem Christentum wie auch mit Maria und
dem Gral verbunden, worauf noch heute einige Spuren hinweisen.
So ist, für Kirchen ungewöhnlich, die heilige
Reliquie von Chartres das Hemd, das Maria
bei der Geburt von Jesus getragen haben
soll. Wissenschaftliche Untersuchungen
haben bestätigt, dass die Stoffbahn aus
Seide aus den Anfängen der christlichen
Zeitrechnung stammt.
Die Reliquie
Zwischen 400 und 1194 wurden am Ort diverse Kirchenschiffe errichtet, die 13-mal in
Flammen aufgingen, zuletzt 1194. Dieser letzte Brand war zugleich der
verheerendste von allen, weil nicht nur die Kirche, sondern auch fast die ganze Stadt
und der Bischofspalast niederbrannten und viele Menschen ihr Leben verloren.
Entmutigt wollten die Bürger der Stadt die Kirche wie auch den ganzen Ort aufgeben,
hätte sich nicht ein auswärtiger Kardinal, der sich auf der Durchreise nach Italien
befand, selbstlos für Chartres eingesetzt.
Kardinal Melior von Pisa hielt vor den versammelten Bürgern der Stadt eine
flammende Rede, die die Menschen dazu bewegte, zu bleiben und die Kirche
wiederaufzubauen. Mitten in dieser Rede erschienen plötzlich vier Männer, die den
Schrein mit der Reliquie herbeitrugen. Dass das Gewand von Maria entgegen der
allgemeinen Annahme der Bürger nicht in den Flammen verbrannt, sondern
unbeschadet in der Krypta geblieben war, hielt man für ein Wunder und ein göttliches
Zeichen.
Es führte dazu, dass man zwischen 1194 und 1220 in weniger als 30 Jahren mit
enormem personellen und finanziellen Einsatz in Chartres eine schönere und
größere Kirche errichtete, als es sie jemals in den Jahrhunderten zuvor gegeben
hatte eben die gotische Kathedrale, wie wir sie heute kennen.
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