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Das esoterische Wissen ist gewissermaßen in der Formung des Steins
architektonisch verschlüsselt und konnte bisher erst zu einem kleinen Teil dechiffriert
werden.
5. Offene Fragen
Die Baupläne der Kathedrale wurden niemals gefunden. Auch der Baumeister von
Chartres gewissermaßen der Stammvater der Gotik ist bis heute unbekannt
geblieben, ebenso der Schöpfer des berühmten Labyrinths im Inneren der Kirche.
Offen ist weiterhin, warum die Proportionen der Kathedrale in keinem Verhältnis zur
Größe der Stadt Chartres stehen: Das Kirchenschiff mit seinen monumentalen
Maßen passt so gar nicht zu dem kleinen Marktflecken mit nur wenigen tausend
Einwohnern, der Chartres im Mittelalter war; zudem hat die Stadt noch mehrere
andere Kirchen.
Es sei denn, die Erbauer hatten von Anfang an etwas anderes im Sinn als eine
simple Kirche für eine Kleinstadt. Dafür spricht auch die geografisch großräumige
und astronomisch korrekte Anordnung der übrigen Notre-Dame-Kathedralen nach
dem Sternbild der Jungfrau.
Eine weitere offene Frage ist die der Finanzierung: Es ist historisch belegt, dass beim
Bau der Kirche ab 1194 schon nach drei Jahren das Geld ausging. Trotzdem wurde
zügig und ohne Unterbrechung etwa 30 Jahre bis zur Vollendung des Kirchenschiffs
weitergebaut. Wer hat das Geld für Hunderte von Handwerkern und das viele
Material sowie seinen Transport aus Steinbrüchen aufgebracht? Auch hier gibt es
einen Fingerzeig in Richtung Templer, die nicht nur das Geldwesen in Europa
verbreiteten, sondern selbst eine der finanzkräftigsten Institutionen des Mittelalters
waren. Es besteht also Grund für die Annahme, dass die Templer sämtliche gotische
Kathedralen aus einem ganzheitlichen Plan heraus errichteten und finanzierten,
wobei sie das nur ihnen zur Verfügung stehende geheime Wissen aus den Episteln
der Lauteren Brüder und möglichen weiteren Quellen nutzten.
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